Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Multiple Sklerose

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Multiple Sklerose
Patientenakademie

Regelmäßig stattfindende und kostenfreie Informationsveranstaltungen, beschäftigen sich mit den vielseitigen Themen rund um Multiple Sklerose.
Die Sauerlandklinik Hachen bietet in regelmäßigen Abständen, ca. 1x monatlich eine kostenfreie Infoveranstaltung zu verschiedensten MS-relevanten Themen an.

Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der Sauerlandklinik Hachen.

Wissenswertes

Antikörper
Bestandteil des Immunsystems, welcher körperfremde Substanzen (Antigene) erkennt und zerstört

Autoimmunerkrankung
Erkrankung, die sich auszeichnet durch ein fehlgeleitetes Immunsystem, welches körpereigene Strukturen als fremd erachtet und bekämpft

Axon
Fortsatz einer Nervenfaser, der von der Myelinscheide umgeben ist

Blut-Hirn-Schranke (BHS)
Grenzschicht zwischen Blutgefäßen und zentralem Nervensystem (ZNS)

EDSS
Expanded Disability Status Scale, 10-stufige Skala zur Dokumentation des Behinderungsgrades von MS-Patienten

Entmarkung
Zerstörung der Myelinscheide

Fatigue
krankhafte, schwere Müdigkeit

Immunsuppressiva
Medikamente, die die körpereigenen Immunreaktionen hemmen oder unterbinden

Interferon
Botenstoff des Immunsystems, als Interferon-beta in der MS-Therapie eingesetzt

Liquor
Nervenwasser, welches Gehirn und Rückenmark umgibt

Magnetresonanztomografie (MRT)
bildgebendes Verfahren, liefert nebenwirkungsfreie Schichtaufnahmen vom Körperinnern

Myelinscheide
Isolierschicht, die die Axone der Nervenfasern schützt und deren Leitfähigkeit erhöht

Spastik
Muskelverkrampfungen, die durch Störungen im Gehirn oder Rückenmark ausgelöst werden können

Zentrales Nervensystem (ZNS)
Übergeordnete Bezeichnung für Gehirn und Rückenmark

Zytostatika
Medikamente, die die Zellteilung hemmen. Werden meist in der Krebstherapie eingesetzt.

20. November 2017
Studien belegen, dass bei vielen MS-Patienten bereits Jahre vor der Diagnose eine gehäufte Anzahl von Arztbesuchen zu beobachten sind.
  
13. November 2017
Laut einer Studie erhalten viele Patienten, die wegen ersten Symptomen einer MS zu Arzt gehen zunächst eine falsche Diagnose.
  
06. November 2017
Wenn Menschen mit MS eine Reha in Anspruch nehmen möchten, ist meist die gesetzliche Rentenversicherung oder die Krankenversicherung der Kostenträger.
  
02. November 2017
Es gibt verschiedene komplementäre Therapieverfahren, die helfen sollen, die Symptome von MS zu lindern.
  
24. Oktober 2017
Black Holes können bei MS zu neurologischen Ausfällen führen, da bestimmte Nervenfasern anhaltend geschädigt sind.
  
Therapie Multiple Sklerose

Da bis heute keine Möglichkeit gefunden werden konnte, die Multiple Sklerose zu heilen, geht es bei der Therapie vor allem um eine Linderung der Beschwerden. Die meist schubförmig auftretenden Symptome werden bekämpft, um so einem Fortschreiten des Krankheitsverlaufs entgegen zu wirken. Bei akuten Schüben kann neben der Verabreichung von Kortikosteroiden in Form von Infusionen ggf. eine Blutwäsche, also eine sog. Plasmapherese, förderlich sein. Für die Langzeittherapie kommen vor allem Interferon-beta-Präparate und eine Behandlung mit Glatirameracetat infrage. Physiotherapeutische Maßnahmen wie z. B. Krankengymnastik können bei Symptomen wie Lähmungserscheinungen oder Spasmen hilfreich sein.

Diagnose Multiple Sklerose

Da die Symptome einer Multiplen Sklerose sehr vielseitig sein können, gestaltet sich eine eindeutige Diagnose der Erkrankung in vielen Fällen als schwierig. Es geht deshalb bei der Analyse der Symptome anfangs meist darum, auszuschließen, ob andere Erkrankungen als Ursache infrage kommen. In einem intensiven Gespräch zwischen Arzt und Patient sollten die Beschwerden und die Häufigkeit ihres Auftretens besprochen werden. Mithilfe von Funktionstests kann das zentrale Nervensystem nach Störungen untersucht werden. Gibt es einen begründeten Verdacht auf Multiple Sklerose, kommt es zu weiteren labordiagnostischen Untersuchungen, wie z. B. Blutabnahme oder Lumbalpunktion. Auch eine Magnet-Resonanz-Tomografie kann Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben.

Bei der Multiplen Sklerose kommt es zu entzündlichen Reaktionen im zentralen Nervensystem. Diese Entzündungen in Gehirn und Rückenmark lösen verschiedene Symptome bei den Patienten aus, wie z. B. Lähmungserscheinungen oder Koordinationsstörungen. Häufig verläuft die Krankheit in Schüben. Man geht davon aus, dass weltweit ca. 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose erkrankt sind, etwa 130.000 davon in Deutschland. In den meisten Fällen bricht die Krankheit zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr aus. Vor allem Frauen vor dem 40. Lebensjahr sind gefährdet, an Multipler Sklerose zu erkranken. Bisher gibt es keine Möglichkeit, Multiple Sklerose vollständig zu heilen.

Die Sauerlandklinik Hachen ist seit über 50 Jahren auf die Behandlung der Multiplen Sklerose spezialisiert.