Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Multiple Sklerose

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Multiple Sklerose
MS Spezialambulanz der Sauerlandklinik Hachen

In schönster Natur gelegen bietet die Sauerlandklinik Hachen eine ruhige Auszeit in erholsamer Atmosphäre.

Auf der Facebookseite können Sie einen Eindruck von aktuellen Aktivitäten und Patientenmeinungen gewinnen.

MS-Spezial-Ambulanz

Auch eine ambulante Behandlung ist möglich.

In der Sauerlandklinik Hachen besteht bereits seit Juni 2009 die Möglichkeit, gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten ambulant im Rahmen einer spezialärztlichen Ambulanz gem. § 116b SGB V zu behandeln. Die MS-Spezialambulanz der Sauerlandklinik wird im Sinne einer dienstleistungsorientierten Kooperation mit und für niedergelassene Fachärzte geführt. In enger Abstimmung mit ihrem behandelnden Arzt werden in dieser Ambulanz folgende Leistungen angeboten:

  • Zweitmeinung
  • MS-spezifische Beratung und Diagnostik
  • Beratung zur Krankheitsbewältigung und Erläuterung von Bewältigungsstrategien
  • Unterstützung durch unseren Sozialdienst
  • Beratung zur spezifischen und symptomatischen Therapie
  • Kortison-Stoßtherapie
  • Mitoxantron-Therapie
  • Intrathekale Volon A-Gabe
  • Tysabri-Gabe
  • Rezeptwünsche

Voraussetzung für die ambulante Behandlung in der Sauerlandklinik Hachen ist eine fachärztliche Überweisung. Soweit vorhanden bringen Sie zur Ihrem ersten Behandlungstermin bitte folgende Unterlagen mit:

  • Alle vorhandenen kernspintomographischen Bilder und Befunde (Kopf und Rückenmark)
  • Vorhandene Befunde und Berichte zu bisherigen Behandlungen der Multiplen Sklerose
  • Überweisung durch einen Facharzt

Termine nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter 02935/808-125.
Terminvergabe 
MS-Spezialambulanz  Mo – Fr: 9 – 13 Uhr


30. Juli 2020
Im Internet, z. B. auf den Seiten der DMSG-Landesverbände, finden MS-Betroffene Listen mit Selbsthilfegruppen und Kontaktkreisen.
  
22. Juli 2020
Als Marco Dohrer an Multiple Sklerose erkrankte, waren seine ersten Symptome Sehprobleme. Nach der Diagnose verfiel er zunächst in Depressionen.
  
02. Juli 2020
Bei MS-Patienten wurde nachgewiesen, dass sie eine andere Zusammensetzung der Darmflora haben als gesunde Menschen.
  
30. Juni 2020
Nach der Diagnose MS müssen Betroffene für sich die Entscheidung treffen, ob sie ihre Erkrankung offen kommunizieren oder nicht.
  
15. Juni 2020
Bei Menschen mit MS kann es vermehrt zu einem Mangel an Vitamin D kommen. Bedingt dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für Osteoporose.
  
Therapie Multiple Sklerose

Da bis heute keine Möglichkeit gefunden werden konnte, die Multiple Sklerose zu heilen, geht es bei der Therapie vor allem um eine Linderung der Beschwerden. Die meist schubförmig auftretenden Symptome werden bekämpft, um so einem Fortschreiten des Krankheitsverlaufs entgegen zu wirken. Bei akuten Schüben kann neben der Verabreichung von Kortikosteroiden in Form von Infusionen ggf. eine Blutwäsche, also eine sog. Plasmapherese, förderlich sein. Für die Langzeittherapie kommen vor allem Interferon-beta-Präparate und eine Behandlung mit Glatirameracetat infrage. Physiotherapeutische Maßnahmen wie z. B. Krankengymnastik können bei Symptomen wie Lähmungserscheinungen oder Spasmen hilfreich sein.

Bei der Multiplen Sklerose kommt es zu entzündlichen Reaktionen im zentralen Nervensystem. Diese Entzündungen in Gehirn und Rückenmark lösen verschiedene Symptome bei den Patienten aus, wie z. B. Lähmungserscheinungen oder Koordinationsstörungen. Häufig verläuft die Krankheit in Schüben. Man geht davon aus, dass weltweit ca. 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose erkrankt sind, etwa 130.000 davon in Deutschland. In den meisten Fällen bricht die Krankheit zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr aus. Vor allem Frauen vor dem 40. Lebensjahr sind gefährdet, an Multipler Sklerose zu erkranken. Bisher gibt es keine Möglichkeit, Multiple Sklerose vollständig zu heilen.

Die Sauerlandklinik Hachen ist seit über 50 Jahren auf die Behandlung der Multiplen Sklerose spezialisiert.

Bei der Multiplen Sklerose kommt es zu einer fehlerhaften Mobilisierung von Abwehrmechanismen im Immunsystem, die in einer Zerstörung der Nervenfasern im zentralen Nervensystem resultiert. Die Übertragung der Nervenimpulse wird gestört oder komplett verhindert und führt zu der Erkrankung. Eine eindeutige Ursache für die Entstehung von Multipler Sklerose konnte bisher nicht gefunden werden. Möglichkeiten für die Entstehung können sowohl genetische Faktoren als auch bestimmte Infektionen in Körper sein. Auch ein Mangel an Vitamin D kann eine mögliche Ursache sein, was eine Begründung für die unterschiedliche Häufigkeit des Krankheitsauftretens in verschiedenen geografischen Lagen sein könnte.