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Ratgeber Multiple Sklerose

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Multiple Sklerose
Entstehung von Multipler Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose kommt es zu einer fehlerhaften Mobilisierung von Abwehrmechanismen im Immunsystem, die in einer Zerstörung der Nervenfasern im zentralen Nervensystem resultiert. Die Übertragung der Nervenimpulse wird gestört oder komplett verhindert und führt zu der Erkrankung. Eine eindeutige Ursache für die Entstehung von Multipler Sklerose konnte bisher nicht gefunden werden. Möglichkeiten für die Entstehung können sowohl genetische Faktoren als auch bestimmte Infektionen in Körper sein. Auch ein Mangel an Vitamin D kann eine mögliche Ursache sein, was eine Begründung für die unterschiedliche Häufigkeit des Krankheitsauftretens in verschiedenen geografischen Lagen sein könnte.

Ursachen und Entstehung der Multiplen Sklerose

Die genauen Ursachen, die zu einer Erkrankung an Multipler Sklerose führen, sind nach dem heutigen Stand der Forschung noch immer unbekannt. Verschiedene Theorien werden diskutiert. So wird angenommen, dass eine genetische Disposition eine Rolle bei der Entstehung von Multipler Sklerose spielen könnte, da in ca. 15 % der Fälle eine familiäre Häufung feststellbar ist. Auch eine vorangegangene Infektion mit bestimmten Erregern wie beispielsweise dem Epstein-Barr-Virus (Verursacher des Pfeiffer-Drüsenfiebers) soll den Ausbruch von Multipler Sklerose begünstigen. Zur Erklärung der geografischen Unterschiede in der Verteilung der Krankheitshäufigkeit wird die unterschiedliche Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin D herangezogen, wobei die äußerst geringe Erkrankungszahl von Multipler Sklerose im Äquatorbereich durch die verstärkte Sonneneinstrahlung und damit einhergehend die erhöhte Vitamin-D-Produktion im Körper bedingt sein soll. Eindeutige Ergebnisse und Erklärungen konnten bisher anhand der verschiedenen Forschungsansätze jedoch nicht abgeleitet werden – die Ursache für die Entstehung von Multipler Sklerose liegt weiterhin im Dunklen.

Vorgänge im zentralen Nervensystem

Auch wenn die auslösenden Ursachen für die Multiple Sklerose bisher nicht gefunden werden konnten, gibt es jedoch detaillierte Erkenntnisse über die Prozesse in Gehirn und Rückenmark, die für die zum Teil schwerwiegenden Auswirkungen der Erkrankung verantwortlich sind. Die in Gehirn und Rückenmark vorhandenen Nervenfasern dienen der Reizweiterleitung und Steuerung verschiedenster Körperfunktionen. Die Übertragung der Informationen von einer Nervenzelle zur anderen erfolgt über elektrische Impulse, die durch die Verbindungen zwischen den Nervenzellen (Axone) übermittelt werden. Diese Axone sind von einer Isolierschicht umhüllt, der sogenannten Myelinscheide. Diese Umhüllung dient nicht nur der Isolation, sondern auch der Beschleunigung der Impulsgeschwindigkeit, da sie die elektrische Leitfähigkeit verbessert. Hierdurch kann eine schnelle und fehlerfreie Übertragung der Signale zwischen den Nervenzellen ermöglicht, sowie der Verlust von Informationen und somit auch das Auftreten von falschen Reaktionen und Empfindungen verhindert werden.

Die Entzündungsreaktion

Vermutlich ausgelöst durch den Kontakt mit einer, vom Immunsystem als fremd identifizierten Substanz im Körper (z. B. Virus), werden die Abwehrkräfte des Körpers mobilisiert. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), insbesondere die sogenannten B- und T-Lymphozyten werden aktiviert und bilden u. a. Antikörper (Immunglobuline), die auf die Zerstörung der Fremdsubstanzen spezialisiert sind. Die aktivierten T-Lymphozyten passieren nun die Blut-Hirn-Schranke und gelangen so in das zentrale Nervensystem. Es wird vermutet, daß ein bestimmter Bestandteil der Myelinscheide dem ursprünglichen Auslöser der Immunantwort identisch oder zumindest sehr ähnlich ist, sodass die aktivierten T-Lymphozyten nun die körpereigene Substanz Myelin als Fremdkörper deuten, diese angreifen und eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Im Verlaufe dieses Prozesses wird die Myelinscheide und später die Nervenfaser zerstört und somit die Übertragung der Nervenimpulse behindert oder vollständig unterbunden. Die Demyelinisierung ist jedoch neueren Erkenntnissen zufolge offenbar nicht Voraussetzung für die Axondegeneration.

Nicole Breuer

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Bei der Multiplen Sklerose kommt es zu entzündlichen Reaktionen im zentralen Nervensystem. Diese Entzündungen in Gehirn und Rückenmark lösen verschiedene Symptome bei den Patienten aus, wie z. B. Lähmungserscheinungen oder Koordinationsstörungen. Häufig verläuft die Krankheit in Schüben. Man geht davon aus, dass weltweit ca. 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose erkrankt sind, etwa 130.000 davon in Deutschland. In den meisten Fällen bricht die Krankheit zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr aus. Vor allem Frauen vor dem 40. Lebensjahr sind gefährdet, an Multipler Sklerose zu erkranken. Bisher gibt es keine Möglichkeit, Multiple Sklerose vollständig zu heilen.

Die Sauerlandklinik Hachen ist seit über 50 Jahren auf die Behandlung der Multiplen Sklerose spezialisiert.

Bei der Multiplen Sklerose kommt es zu einer fehlerhaften Mobilisierung von Abwehrmechanismen im Immunsystem, die in einer Zerstörung der Nervenfasern im zentralen Nervensystem resultiert. Die Übertragung der Nervenimpulse wird gestört oder komplett verhindert und führt zu der Erkrankung. Eine eindeutige Ursache für die Entstehung von Multipler Sklerose konnte bisher nicht gefunden werden. Möglichkeiten für die Entstehung können sowohl genetische Faktoren als auch bestimmte Infektionen in Körper sein. Auch ein Mangel an Vitamin D kann eine mögliche Ursache sein, was eine Begründung für die unterschiedliche Häufigkeit des Krankheitsauftretens in verschiedenen geografischen Lagen sein könnte.

Therapie Multiple Sklerose

Da bis heute keine Möglichkeit gefunden werden konnte, die Multiple Sklerose zu heilen, geht es bei der Therapie vor allem um eine Linderung der Beschwerden. Die meist schubförmig auftretenden Symptome werden bekämpft, um so einem Fortschreiten des Krankheitsverlaufs entgegen zu wirken. Bei akuten Schüben kann neben der Verabreichung von Kortikosteroiden in Form von Infusionen ggf. eine Blutwäsche, also eine sog. Plasmapherese, förderlich sein. Für die Langzeittherapie kommen vor allem Interferon-beta-Präparate und eine Behandlung mit Glatirameracetat infrage. Physiotherapeutische Maßnahmen wie z. B. Krankengymnastik können bei Symptomen wie Lähmungserscheinungen oder Spasmen hilfreich sein.